INSTALLATIONEN

UB, Installationsansicht im Kunstverein Hannover, 2003

Material: Leuchtkästen, drei DV-Projektionen, zwei Diaprojektionen, verschiedene Materialien
Maße: 190 x 360 x 240 cm

Die Installation UB thematisiert Orientierungslosigkeit unter der Erde in den U-Bahnsystemen in Megastädten wie Tokio oder New York. Die Skulptur setzt sich aus Leuchtkästen und teilweise mit Folien beklebten Kartonelementen zusammen. Zwei der Leuchtkästen zeigen Ausschnitte aus U-Bahnplänen und auf der Querseite ist der Leuchtkasten mit den Zeichen einer modifizierten Uhr beklebt. Im Inneren der Architektur, die nicht begehbar, sondern nur durch verschiedene Durchlässe einsehbar ist, sind fünf Projektionen zu sehen. Bilder aus gängigen Spielfilmen sind mit Realaufnahmen aus Tokio, Seoul, Berlin und New York verflochten, so dass sich die Orientierungslosigkeit in der nur scheinbaren Wiedererkennbarkeit der Bilder spiegelt.

„U-Bahnsysteme der Megastädte sind einerseits Orte der einfachsten Orientierung weltweit, andererseits sind sie aber auch Orte der größten Orientierungslosigkeit. Der Teilnehmer verlässt sich vollständig auf die Pläne und Zeichen, um sich sinnvoll fortzubewegen, gleichzeitig hebelt das System die Orientierung der Sinnesorgane aus.“ Christine Schulz